Ländliche Räume voranbringen — mit erneuerbaren Energien! 

Ich bin überzeugt, dass wir in Deutschland und Europa mehr für die Menschen in ländlichen Regionen  tun müssen.  Und was auf dem Land wirklich gebraucht wird, das wissen die Menschen vor Ort am besten. 

Für mich sind daher zwei Dinge wichtig: Erstens, die Politik muss raus aus den Städten und rein in die Dörfer – wir müssen mehr miteinander sprechen! Deswegen organisiere ich jetzt die zweite Runde der ländlichen Räume Konferenz Zukunft.Land.Leben.

Zweitens: Wir müssen die Bürgerbeteiligung stärken. Die Europäische Union muss niedrigschwelle Angebote schaffen, die es den Menschen vor Ort ermöglichen, sich in ihrem Dorf oder ihrer Region zu engagieren. Das habe ich letzte Woche in unserem Webinar der RUMRA-Gruppe wieder deutlich gemacht. 

Natürlich gibt es Problematiken, die sich in vielen ländlichen Regionen in Europa gleichen. Wir brauchen zum Beispiel flächendeckenden Ausbau von öffentlichem Nahverkehr und schnellem Internet. Wir brauchen eine bessere Kinderbetreuung und Gesundheitsversorgung. Mehr Kultur- und Begegnungsräume.

Daneben aber gibt es eine Vielzahl von sehr spezifischen Herausforderungen vor Ort. Hier macht es keinen Sinn, große Leitlinien aus Brüssel vorzugeben. Mit den europäischen Regionalfonds verfolgen wir deswegen einen dezentralen Ansatz. Wir stellen Gelder zur Verfügung, mit denen jede Regionen ihre individuellen Herausforderungen angehen kann. 

Ich setze mich dafür ein, dass wir Bürgerbeteiligung und Energiewende zusammendenken, um die ländlichen Räume voranzubringen. Erneuerbare Energie aus Solar- und Windkraft wird deutlich dezentraler gewonnen als konventionelle Energie. Statt einer kleinen Zahl riesiger Kraftwerke werden in Europa in den nächsten Jahren eine Vielzahl an kleinen und mittelgroßen Wind- und Solarparks entstehen.

Und zwar vor allem im ländlichen Raum, wie die dafür dringend benötigte Fläche zur Verfügung steht. Die Energiewende kann also insbesondere hier für einen Aufschwung sorgen! 

Damit das gelingt, müssen wir dafür Sorge tragen, dass die Gewinne auch in der Region bleiben. Zum Beispiel, indem wir speziell Anlagen in kommunalem Eigentum fördern.

Eine kürzlich von mir in Auftrag gegebene Studie hat gezeigt, dass Wind- oder Solarparks in kommunaler Hand ein vielversprechender Weg sind, um Klimaschutz und Sozialpolitik zu verbinden. So können wir sicherstellen, dass die Gewinne in der Regionen bleiben. 

Ein neues kommunales Schwimmbad finanziert durch Windkraft vor Ort? Wäre meine liebste Schlagzeile für die nächsten Jahre!

Erfolgreicher Start in die Konferenz “Zukunft.Land.Leben”

Zum Auftakt der Konferenz “Zukunft.Land.Leben” bekamen die Gäste aus ganz Deutschland eine der schönsten Seiten des ländlichen Raums gezeigt. Die Sonne schien am Donnerstagvormittag am Kummerower See und auf den Grünflächen um Malchin. “Mit dieser schönen Seite ist es im ländlichen Raum aber nicht getan”, betonte Niklas Nienaß zum Auftakt. Der Grünen-Europaabgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern organisiert die bis…

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Erste Risse im Europäischen Green Deal

“Vor fast einem Jahr legte die EU-Kommission einen Investitionsplan vor, der Europa ein regelrechtes Feuerwerk an neuen Gas-Pipelines, Flüssiggas-Terminals und Speicherprojekten bescherte. Abgesegnet von einer konservativ-liberalen Mehrheit im EU-Parlament, stellt die sogenannte PCI-Liste eine Summe von 29 Milliarden Euro zur Verfügung — die nun zu erheblichen Teilen in eine veraltete und klimaschädliche Technologie fließt.” Munter…

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Regionale Entwicklung

Europa gerechter und ökologischer machen – und so den Zusammenhalt stärken!

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