Europäische Weltraumstrategie

Die Europäische Raumfahrt steht meist im Schatten der großen Player wie den USA, Russland oder zunehmend auch China. Doch sie hat eine lange Tradition und ist in vielen Bereichen absolute Spitzenklasse. Ich setze mich dafür ein, die Kompetenzen in der Raumfahrt auf europäischer Ebene zu bündeln und die Weichen neu zu stellen. Durch erstklassige und freie Versorgung mit Daten und Investitionsprogrammen möchte ich die Entstehung eines europäischen Mittelstands im Weltraumsektor fördern.

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Europa im All

Der Weltraum wird immer intensiver auch als wirtschaftliche Ressource genutzt. Im Fokus der Öffentlichkeit steht vor allem der Upstream-Markt, d.h. etwa die Raketenentwicklung. Potential für Start-Ups und KMUs bietet jedoch vor allem der Downstream-Markt, d.h. Geschäftsfelder, die durch die Nutzung von Daten und Forschungsergebnissen einen Mehrwert kreieren. 

Die europäische Raumfahrt ist führend in vielen wichtigen Bereichen, etwa in der Erdbeobachtung. Europäische Satelliten helfen uns, gegen den Klimawandel vorzugehen, effektive Maßnahmen in Katastrophenfällen zu finden oder Kriegsverbrechen nachzuweisen. Programme wie Copernicus, EGNOS und Galileo liefern eine weltweit einzigartige Qualität an Daten. 

Doch wir müssen besser dafür sorgen, dass diese Daten genutzt werden können. Es muss sichergestellt werden, dass die im Weltraum erhobenen Daten frei und unkompliziert zugänglich sind. Es braucht einen Ausbau der Kooperationen in der Wissenschaft, insbesondere auch im Bereich Aus- und Weiterbildung. Und es braucht Fördermöglichkeiten für junge Unternehmen. Der sogenannte Downstream-Markt, die Auswertung und wirtschaftliche Nutzung von Weltraumdaten, bietet erstklassige Potentiale für Start-Ups und KMUs. Hier müssen Programme aufgelegt werden, die dafür sorgen, dass sich ein europäischer Weltraummittelstand aufbauen kann. 

Links:

Gesetzesprozess des EU-Weltraumprogramms